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Braunschweig/ Thune

Radioaktive Belastungen im Norden von Braunschweig

Braunschweig-ThuneMit der Firma Eckert & Ziegler Nuclitec (EZN) reiht sich Braunschweig-Thune nahtlos in die Atommüllregion südliches Niedersachsen ein: Ursprünglich hauptsächlich mit radioaktiven Medizinprodukten befasst, will sich die Firma jetzt im Hinblick auf den Rückbau der AKWs erweitern.

Bereits der bestehende Betrieb liefert noch am Betriebszaun sehr hohe Strahlungswerte, die nur deshalb unterhalb der erlaubten Grenzwerte bleiben, weil man eine Ausnahmeregelung, die sogenannte 2000-Stunden-Regelung, anwendet. Dabei geht man davon aus, dass an bestimmten Punkten ausgeschlossen werden kann, dass sich ein Mensch dort mehr als 2000 Stunden jährlich aufhält, deshalb rechnet man die Strahlenbelastung dort nur auf ein Vierteljahr hoch.


Gemäß der Strahlenschutzverordnung wird der Firma zugestanden, an der Grenze zu einem Staatsgebiet 1 Millisievert jährlich (mSv/a) zu emittieren. Das ist derselbe Wert, der auch für Atomkraftwerke gilt – nur dass diese üblicherweise nicht an Wohnbebauung grenzen (und zum Vergleich: In Gorleben, das ebenfalls nicht direkt von Häusern umgeben ist, senkte der Betreiber die zulässige Strahlung freiwillig auf 0,3 mSv/a). Folglich würde EZN ohne oben genannte Sonderregelung am Betriebszaun das Dreifache des Gorlebenwertes noch überschreiten.

Besagter Betriebszaun EZNs befindet sich mitten in einem Wohngebiet und in unmittelbarer Nachbarschaft eines großen Gymnasiums (demnächst mit Ganztagsbetrieb) und einer Grundschule (schon jetzt mit Nachmittagsbetreuung). Dahinter plant man ein weiteres großes Wohngebiet sowie ein neues Jugendzentrum. Das bedeutet: Schon jetzt leben und arbeiten viele Menschen im unmittelbaren Emissionsbereich des Unternehmens, und es werden voraussichtlich noch mehr.

Aktuell bietet sich nun folgende Situation: Das Unternehmen Eckert & Ziegler will auf 16000 m2 jetzigen Ackerlandes, das direkt an die Firma grenzt, eine neue Halle errichten und das Geschäftsfeld im großen Stil in Richtung Atommüll erweitern (z.B. Material aus dem Rückbau der AKWs oder, wie zu befürchten steht, die Asse-Lauge, wenn nicht vielleicht sogar, in entsprechender Verdünnung, Müll aus den Fässern der Asse).

Eckert & Ziegler will sich am Rückbau von Atomkraftwerken beteiligen. Ein Großteil der Arbeiten soll dabei vor Ort erledigt werden, Messen, schwierige Konditioierungen (schreddern, verdampfen, verbrennen) soll aber in dem Thuner Betrieb erfolgen, der sich bekanntermaßen im Wohngebiet befindet. Im Falle einer Erweiterung ist damit zu rechnen, dass weit größere Belastungen entstehen als bisher. Die Bürgerinitiative StrahlenSchutz (BISS) befürchtet, dass Braunschweig damit zu einer überregionalen Drehscheibe für Atommüll werden könnte.

 

BISS Infoblatt Eckert und Ziegler (Stand: 24.01.2012)

Bürgerinitiative Strahlenschutz (BISS)

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